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Nachruf Manfred Peschties
Zum ersten Mal begegnete
ich dem Oberleutnant zur See Peschties 1966 auf „Z 5“, wo er als UJO
Dienst tat, und ich als neuer SopO eingeflogen wurde. Da mein
Dienstposten für ein halbes Jahr nicht besetzt gewesen war, hatte
er meine Division geführt. Er galt als strenger Vorgesetzter,
manchmal etwas bärbeißig, aber mit Herz für die Männer.
Das Schiff lag in Norfolk,
Virginia, zur Ausbildung und Manöverteilnahme bei der
US-Atlantikflotte. Nach anstrengenden Seeeinsätzen gab es auch
interessantes Programm an Land, wie eine Wehrbetreuungsfahrt für die
Besatzung nach New York, an der wir beide teilnahmen. Zum Abschluß
der Manöver stand noch ein Besuch in Kingston, Jamaika, auf dem
Programm.
Nach Ende dieses
Bordkommandos verlor ich Manfred aus den Augen. Irgendwann einmal
hörte ich, er habe das Kommando der „Emden“ übernommen. Erst 1998
trafen wir uns wieder, nun beide im Ruhestand, auf einer Yacht, mit
der wir fünf Männer die Ostsee kreuz und quer und das Kattegat
befuhren. Hier zeigte er sich als erfahrener Segler und wieder als
zuverlässiger Kamerad, der überall anpackte, wo es nötig war.
So bin ich mit Manfred nur
„gefahren“. Nun hat er selbst seine letzte Reise angetreten. Ich
werde ihm ein ehrendes und kameradschaftliches Andenken bewahren.
Hartmut Beil
Kmdt Emden IV 1973-74
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