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Bernhard wurde 1920 in Haldensleben an der Magdeburger Börde geboren. Schon als
kleiner Junge entdeckte er seine Liebe zum Wasser und zur Marine.
Ihn begeistern der Bau von Modellschiffen, die Musik und
hier das Mundharmonika spielen. Beruflich stieg er nach der Schulzeit in die
Fußstapfen seines Vaters und wurde Schreiner. Dann zog es Bernhard
zur Seefahrt. 1937 meldete er sich zunächst für vier Jahre zur
Marine. Von April bis September 1938 ging es zum Arbeitsdienst, am
1. Oktober 1938 meldete er sich dann bei der Schiffsstammabteilung
in Leer Ostfriesland.

Vereidigung durch Admiral Schneider
in Leer- Ostfriesland
Bis Kriegsende folgten verschiedene
Bordkommandos.
Von März 1939 bis Februar 1941 war Bernhard auf
dem Kreuzer EMDEN.

Mai 1939 Kommandantenwechsel in Gothenhafen, Kmdt Wever geht,
Kmdt Lange kommt.
Kapitän
zur See Wever --- Juni 1938 bis 7.
Mai 1939
Kapitän zur See Werner Lange --- 8. Mai 1939 bis 28. August 1940

Kmdt Kpt.z.S. Wever
Kmdt Kpt.z.S. Lange


Kmdt Kpt.z.S. Wever geht von Bord
Abpullen
Am 4. September 1939 wurde der Kleine Kreuzer
EMDEN III in Wilhelmshaven durch einen abgeschossenen britischen
Bristol Blenheim Bomber am Vorschiff beschädigt. Es gab neun Tote
und zwanzig Verwundete. Dies waren die ersten Gefallenen der
Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg und für Bernhard die erste,
grausame Erfahrung des Krieges.

Trauerfeier in WHV

Kreuzer Nürnberg von der EMDEN aus gesehen / Kutterkontrolle /
Liegeplatz Oslo / Musterung

Musterung in Gothenhafen
Proviantübernahme
Rettungsinseln Reinschiff auf der Bug

Torpedoschuß zur Übung
Bis Ende 1941 war Bernhard an mehreren Marinestandorten, zwei
Monate bei der Waffenleitschule in Kiel, zwei Monate in Glückstadt
beim Unteroffizierlehrgang und vier Monate als Ausbilder in der
Rekrutenkompanie Buxtehude. Nach einem Aufenthalt im Durchgangslager
Beverloo (Belgien) wurde er im April 1942 auf den Kreuzer KÖLN
versetzt. Neben seiner Verwendung in der Artillerie-Rechenstelle war
er außerdem Stammfahrer der Kommandantenbarkasse. Das
Durchgangslager Ostfriesland (April bis August 1943) und ein
Vorpostenboot der 6. Sicherungsdivision waren seine nächsten
Stationen. Schon beim ersten Bombenangriff auf Gotenhafen (heute: Gdynia/Polen) durch die Alliierten im Oktober 1943 bekam sein Boot
einen Volltreffer und sank an der Pier. Während eines nur kurzen
Aufenthalts in der Stützpunktkompanie Cuxhaven waren seine
Fähigkeiten als Schreiner besonders gefragt. Ab Oktober 1943 bis
Kriegsende verbrachte er als Ausbilder an der
Schiffsartillerieschule in Saßnitz.
Mit weißer Flagge im Topp wurde
er später – wie viele andere auch – auf einem kleinen Dampfer nach
Kiel transportiert. Von Mai bis August 1945 befand sich Bernhard Clauß in englischer
Kriegsgefangenschaft auf der Ostseeinsel Fehmarn.
1956 war Bernhard Gründungsmitglied der MK Dudweiler, wo er sich bis heute
einbringt.
LINK zur MK Dudweiler
Die dritte EMDEN - Erster
Nachkriegs-Kreuzer mit dünnem Panzer
Quelle: "Leinen los!"
11-1998 - geschrieben von Egbert Thomer
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