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Bonn, den 18. Februar 2009
Meine lieben „Emden – Kameraden“,
vor wenigen Tagen wurde ich durch
einen Brief unseres Kameraden HBtsm d.R. Erich Stenz auf die
Gemeinschaft der Bordkameraden der guten alten „Emden“ und auf die
dazu gehörige Homepage aufmerksam gemacht. Hier deshalb zunächst
einmal mein Kompliment:
Erstens ist es eine tolle Sache,
die alten (oder noch nicht ganz so alten) „Emden – Fahrer“
einzusammeln und in einer Bordgemeinschaft zu organisieren, die sich
regelmäßig trifft und
Zweitens ist die Homepage, die
Kamerad Stenz eingerichtet hat, wirklich sehens- und lesenswert. Es
gibt einen Haufen Internet-Seiten, gute und weniger gute, aber die
von unserer „Emden“ gehört mit Sicherheit zum oberen Drittel!
Und beim Stöbern auf der Seite
kamen mir auch gleich die Erinnerungen an meine Dienstzeit auf der
„Emden“:
Im Januar 1973 wurde ich von
unserem Schwesterschiff im Flottendienstgeschwader, der „Karlsruhe“
als Fernmeldeoffizier auf die „Emden“ versetzt – aus dem Urlaub und
mit einem Telegramm. (Für die jüngeren Leser: So etwas gab es früher
einmal, war so eine Art eMail, aber auf Papier und wurde vom
Postboten gebracht). Aber die „Emden“ war nicht im Stützpunkt,
sondern leider – nach der Kollision mit dem Trawler während der
Werftprobefahrt – bei HDW in Kiel. Gott sei Dank nicht allzu lange,
und nach der nötigen Instandsetzung ging es dann auch, für mich zum
ersten Mal, in die STANAVFORLANT.
Diesen Einsatz habe ich noch in
guter Erinnerung. Die Atlantiküberquerung, die Hafenaufenthalte auf
den Bermudas, in den amerikanischen und kanadischen Häfen haben
einen unauslöschlichen Eindruck auf mich gemacht, die internationale
Zusammenarbeit im Verband hat mich fasziniert und das Leben an Bord
unserer Fregatte hat mich so begeistert, dass ich meine „restliche“
Seefahrtszeit von knapp 20 Jahren dann fast ausschließlich auf
Einheiten der Zerstörerflottille absolviert habe – von den insgesamt
6 Jahren auf der „Gorch Fock“ mal abgesehen...
Und auch die NATO hat mich nicht
wieder losgelassen: IO auf „Lütjens“, dem Flaggschiff des ersten
deutschen COMSTANAVFORLANT, dann im Stab des zweiten deutschen CSNFL
(übrigens wieder einmal auf der „Emden“ – diesmal aber auf Nummer
V), als Kommandant der „Rommel“ im Schwesternverband der
STANAVFORMED, und schließlich als dessen Kommandeur.
Und angefangen hat das alles auf
der „Emden IV“!
Deshalb freue ich mich, dass ich
ab heute wieder dazugehören darf, grüße von meinem Schreibtisch im
Führungsstab der Marine alle ehemaligen Bordkameraden und hoffe, daß
ich bei einem der nächsten Treffen unserer Gemeinschaft mit von der
Partie sein kann.
Mit kameradschaftlichen Grüssen,
Ihr
Hans-Jochen Witthauer
Konteradmiral
Stellvertreter des Inspekteurs der
Marine
und Chef des Stabes Fü M
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Nachtrag der Webmeisterei:
Hans-Jochen Witthauer wurde zwischenzeitlich zum Vizeadmiral
befördert.
Die Bordkameraden gratulierten herzlich zum dritten Stern!

Der frisch gebackene Vizeadmiral hat sich
umgehend gemeldet
und den folgenden Gruß geschickt:
Über die Glückwünsche zu meiner
Beförderung habe ich mich sehr gefreut, zeigen sie mir doch,
dass die Bordkameraden immer noch daran interessiert sind, wie
es dem einen oder dem anderen so geht.
Ich grüße alle ehemaligen
Besatzungsmitglieder von F221 Geleitboot / Fregatte “Emden IV”
recht herzlich!
Ihr
Hans-Jochen Witthauer
Vizeadmiral
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Vice Admiral Hans-Jochen Witthauer, German
Navy
Deputy Commander Allied Maritime Component Command Northwood
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